Können die Auserwählten getäuscht werden (Matthäus 24:24)?

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In Matthäus 24, was oft als seine Ölbergrede bezeichnet wird, spricht Jesus über Ereignisse, die vor seinem zweiten Kommen stattfinden werden. Eine der Warnungen, die Christus gibt, ist diese: Denn falsche Christusse und falsche Propheten werden aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, sogar die Auserwählten irrezuführen (Vers 24).

Das griechische Wort, das mit Auserwählten übersetzt wird, ist eklektisch , was Auserwählte bedeutet. Es ist ein Begriff, der im Neuen Testament mehrmals verwendet wird, um sich auf wahre Gläubige an Jesus zu beziehen (z. B. Lukas 18:7; Römer 8:33; Kolosser 3:12). Werden die falschen Wunder, die von den falschen Messiassen und Propheten in der Endzeit vollbracht werden, so überzeugend sein, dass sogar wiedergeborene Gläubige in die Irre geführt werden?



Es gibt zwei Gründe, warum die Antwort auf diese Frage nein lautet. Erstens sind sich fast alle Bibelkommentatoren einig, dass der grammatikalische Aufbau des Verses und seine Einklammerung, wenn möglich, stark darauf hindeuten, dass so etwas nicht in Frage kommt. Die Täuschung wird stark sein, die Wunder werden real erscheinen und die Absicht wird sein, alle irrezuführen, einschließlich der Auserwählten. Aber Gottes Gnade wird siegen. Seine Auserwählten werden nicht in die Täuschung hineingezogen.



Zweitens spricht die Bibel entschieden davon, dass die Auserwählten von Gott vor Täuschungen geschützt werden, die zu einer ewigen Trennung von Christus führen würden. Paulus sagt uns, dass Gott uns vor Grundlegung der Welt in sich erwählt hat, dass wir vor ihm heilig und tadellos sein würden (Epheser 1,4); Petrus sagt, dass die Auserwählten durch die Kraft Gottes durch den Glauben für eine Erlösung geschützt werden, die bereit ist, in der letzten Zeit offenbart zu werden (1. Petrus 1,5); und Judas sagt, dass die Auserwählten in Gott dem Vater geliebt und für Jesus Christus bewahrt werden (Judas 1:1). Die Auserwählten werden in Gottes Kraft ausharren.

In Bezug auf die Nachfolge falscher Christusse sagt Jesus: Wer durch die Tür eintritt, ist ein Hirte der Schafe. Ihm öffnet der Türhüter, und die Schafe hören seine Stimme, und er ruft seine eigenen Schafe beim Namen und führt sie hinaus. Wenn er alles aus sich herausstellt, geht er ihnen voraus, und die Schafe folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen. Einem Fremden werden sie einfach nicht folgen, sondern vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen (Johannes 10,2-5). Die Schafe kennen ihren Hirten.



Betrogen zu werden ist ein Kennzeichen der Unwiedergeborenen: Auch wir waren einst töricht, ungehorsam, betrogen und versklavt von allerlei Leidenschaften und Vergnügungen (Titus 3,3). Nach der Errettung mögen wir manchmal von der Wahrheit abweichen, aber die Bibel macht deutlich, dass die Auserwählten Gottes nicht so weit getäuscht werden können, dass sie schließlich verloren gehen. Wenn Gottes Auserwählte auf diese Weise getäuscht werden könnten, würde Gottes Wahl von ihnen besiegt werden, und das ist nicht möglich. Alle, die in Christus sind, sind vorherbestimmt, berufen, gerechtfertigt und werden schließlich verherrlicht (Römer 8,30). Sie sind Christus gegeben worden; und von allen, die ihm gegeben wurden, wird er keinen verlieren (Johannes 10:28).

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